Digitale Transportdisposition, wenn der Tagesplan kippt
Um 7.00 Uhr sind die Fahrzeuge verteilt. Zwei Stunden später wartet ein Chauffeur länger als vorgesehen, eine zusätzliche Abholung ist eingegangen und ein Kunde verschiebt sein Zeitfenster. Auf der Plantafel stehen weiterhin die ursprünglichen Zeiten. Digitale Transportdisposition wird in solchen Situationen relevant, weil Planung und tatsächlicher Tagesverlauf laufend wieder zusammengeführt werden müssen.
Gerade in der Entsorgungs-, Recycling- und Baustofflogistik gehören kurzfristige Änderungen zum Alltag. Neue Aufträge, Verspätungen, geänderte Lieferzeiten oder fehlende Ressourcen können innerhalb weniger Minuten mehrere Folgeaufträge betreffen. Die Zielbetriebe haben typischerweise eine eigene operative Disposition und mehrere Transport-, Liefer- oder Abholaufträge pro Tag, die während des Arbeitstags wiederholt angepasst werden.
Wenn Planzeiten und Tagesverlauf auseinanderlaufen
Eine Verspätung betrifft selten nur die aktuelle Fahrt. Das Fahrzeug erreicht seinen nächsten Einsatz später, ein vorgesehenes Zeitfenster gerät unter Druck oder ein anderer Chauffeur muss übernehmen. Kommt gleichzeitig ein neuer Auftrag hinzu, muss die Disposition beurteilen, welche Änderung den bestehenden Plan am wenigsten belastet.
Die Herausforderung liegt dabei in der Aktualität der Informationen. Ein geplanter Status sagt noch nicht, wo sich ein Fahrzeug tatsächlich befindet oder wie weit ein Auftrag fortgeschritten ist. Genau diese fehlende Sicht auf den operativen Zustand führt häufig zu Telefonaten und Nachrichten zwischen Disposition und Chauffeuren.
Welche Informationen für die Neuplanung gebraucht werden
Für eine sinnvolle Neuplanung reicht die Liste offener Transportaufträge nicht aus. Je nach Betrieb spielen unter anderem folgende Informationen zusammen:
- aktueller Fahrzeugstandort
- Auftragsstatus
- verfügbare Chauffeure
- Fahrzeugtyp und Kapazität
- Abhol- und Lieferort
- vereinbarte Zeitfenster
- bereits geplante Folgeaufträge
In der Entsorgungslogistik kommen beispielsweise Mulden, Container und Stoffströme hinzu. In der Baustofflogistik beeinflussen Material, Werk und Baustellentermin die Dispositionsentscheidung.
Live-Status in die Transportdisposition einbinden
Eine digitale Dispositionslösung kann diese Informationen an einem Ort zusammenführen. GPS-Daten, ETA und Fahrerstatus zeigen, wie der Tagesplan tatsächlich verläuft. Verschiebt sich ein Auftrag, sieht die Disposition unmittelbar, welche weiteren Einsätze betroffen sind und welche Fahrzeuge als Alternative infrage kommen.
Damit wird auch eine dynamische Tourenplanung möglich: Änderungen werden in die bestehende Planung eingearbeitet, statt den Tagesplan mehrfach manuell neu aufzubauen. Für den Chauffeur können aktualisierte Aufträge und Status direkt mobil verfügbar sein.
Dispositionsaufwand und Pünktlichkeit messbar machen
Der Nutzen lässt sich später auch anhand operativer Kennzahlen beurteilen. Besonders aussagekräftig sind der Dispositionsaufwand je Auftrag, die Umplanungsquote, die Pünktlichkeitsquote und die Abweichung zwischen prognostizierter und tatsächlicher Ankunft.
So wird sichtbar, ob laufende Änderungen nur verwaltet werden oder ob die bestehende Flotte trotz wechselnder Bedingungen verlässlich eingesetzt werden kann.
Gemeinsam Ihre Tagesdisposition durchspielen
Gemeinsam schauen wir in einer 30-minütigen Demo, wie Comitas Ihre Transportaufträge, Fahrzeuge, Chauffeure und laufenden Änderungen in einer digitalen Disposition abbilden kann.

